Achim ist noch längst nicht Athen - Quelle.: Manfredt Brodt

Achimer Kreisblatt - Redaktionsleitung

Die Verwaltungsspitze und der Rat der Stadt winken schon seit langem allzu sorglos vermeintlich populäre Projekte durch, ohne sich ausreichend Gedanken über die damit langfristig entstehenden Folgekosten zu machen.

Dabei sind die Baukosten für Schulen, Kindertagesstätten, Sporthallen oder Bibliotheken oft das billigste. Teuer wird es, sie Jahrzehnte zu betreiben, zu unterhalten und die Gehälter inklusive Pensionsansprüche des zusätzlichen Personals zu finanzieren. Wie bei einem Privathaushalt hilft es da auch nicht, die Schulden durch Ratenzahlung harmlos aussehen zu lassen oder durch privat-öffentliche Partnerschaften mit profitorientierten Firmen zu verstecken. Irgendwann erdrücken die Raten den Schuldner.

Die Stadt finanziert bis heute manches, weil sie von der EU Millionen erhält, die den Bezirk Lüneburg zum Notstandsgebiet erklärt hatte. Das ist bald vorbei.

Auch der konjunkturelle Aufschwung könnte bald in eine Rezession münden. Dann brechen dem ausgabefreudigen Achim die Einnahmen weg.

Für den neuen Rat wird Ausgabendisziplin statt Gefälligkeitspolitik das Gebot der Stunde sein müssen.

Aufgespießt Heinz-Dieter Breu

Quellenangabe: Mit freundlicher Genehmigung Achimer Kreisblatt - Redaktionsleitung - Manfred Brodt

Zur Stadtentwicklung


Die Stadtentwicklung ist ein wichtiges Thema für Achim. Bisher hörte man nur von einem Kaufhaus. Warum können die Achimer Ratsfrauen und Ratsmänner nicht über den Tellerrand schauen?

Auch für Hamburg und Bremen ist Stadtentwicklung ein Thema. Aber hier werden neue Wege angedacht und untersucht. „So ein schöner Ort- und dann unbelebt“ sagt Hanns Stimmann, einer der profiliertesten Stadtplaner Deutschlands über Bremen. ( Weserkurier vom 5. September2011) Er moniert die vielen Parkhäuser und die Unbewohntheit der Innenstadt. Sein Konzept ist „eine Mischung aus Kunst, Kultur, Gastronomie und Einkaufen – aber bitte nicht in den gesichtslosen Centern, sondern in kleinen originellen Läden...“

Auch „Rita Mohr Lüllmann von der CDU – Bürgerschaftsfraktion begreift Kultur auch als Mittel zur Stadtentwicklung“ ( Weserkurier vom 10. September 2011).

Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler sieht „Künstler als Stadtentwickler“ (Weserkurier vom 7.September 2011).

In Achim nimmt man dem Kunstverein die Heimat. An einen Ersatz wird nicht gedacht, da Rat und Verwaltung völlig uninteressiert sind. Wo soll die Kunstschule Kinder ausbilden? Dabei verkünden alle Parteien, sich für Kinder einsetzen zu wollen. Leere Worte!

Das Gefängnis, ein sehr schöner -aber alter!!! Bau soll abgerissen werden. Damit vergibt Achim eine Riesenchance. Warum macht man daraus nicht einen „Kulturknast“ ? Man könnte Zimmer für Radwanderer einrichten, Ausstellungen integrieren, auch kleine Ateliers vermieten und andere Möglichkeiten finden.

Hier ist Kreativität gefragt. Dazu könnte man sich Kreative einladen, Leute mit Ideen. Es wäre gut angelegtes Geld.


Uta Herbert

Cafe im Pforthaus - geschlossen


Am 10.9. schloß das Cafe im Pforthaus. Damit ging ein Stück urbane Lebensqualität verloren. Es ist zu hoffen, dass hier nicht einer der Filialisten einzieht, der für eine um sich greifende Monokultur sorgt.

Achim auf dem Weg zur Konkurrenz zu Valium?

Auch hier (nach Steffi) müssen wir uns als Achimer vielleicht an die eigene Nase fassen, wir haben mit den Füssen abgestimmt, soll heißen, dem Geschäft nicht zu genügend Rohertrag verholfen.

Und wie stellen sich die Poliker die Lösung vor? Noch mehr Geschäfte in der Innenstadt für weniger Käufer?

Dazu muss mann nichts von Mathematik und Betriebswirtschaftlehre verstehen, sondern wie es Oma machte, einfach den gesunden Menschenverstand einschalten.

In diesem Fall bedeutet "Mehr" = "Weniger" für die Innenstadt! Im Umkehrschluss "Weniger" = "Mehr", Qualität vor Quantität!

Heinz-Dieter Breu

„So ein schöner Ort – und dann unbelebt“


Am Montag, den 5. september erschien im Weser-Kurier, im "Brementeil" ein Artikel von Jürgen Hinrichs über den Stadtentwickler Hans Stimmann mit der Überschrift:

„So ein schöner Ort – und dann unbelebt“

Vieles was hier beanstandet wird, trifft auch auf Achim zu: es fehlt eine Szene, Kneipen, Clubs, Bars Cafes und Galerien. Abends sei die Innenstadt leer.

Es sei auffallend, wieviel Parkhäuser es in Bremen gäbe, das passe nicht mehr in die Zeit.

Die Achimer Innenstadt muss mit ganz eigenen Mitteln die Konkurrenz gegen die Einkaufsmärkte aufnehmen.

Mit ihrer Geschichte, ihrer Identität, mit den schönen Bauwerken (die in Achim platt gemacht wurden) und einer Mischung aus Kunst, Kultur, Gastronomie und Einkaufen – aber bitte nicht in den gesichtslosen Centern, sondern in kleinen originellen Läden, so wie bei ihnen zum Beispiel im Bremer Ostertor-Viertel.

Warum werden solche Vorschläge von renommierten und erfahrenen Fachleuten nicht angedacht, viel weniger diskutiert?

Warum blickt man in Achim nicht über den Tellerrand?

Das Amtsgericht soll „zurückgebaut“ (welch ein Unwort) werden, ebenso das Gefängnis, Achimer Juwelen, mit denen man wuchern muss!

Der Ansatz für eine Stadtentwicklung ist nicht durchdacht, ist einseitig und fantasielos.

Im Vordergrund stehen immer die Finanzen. Das ist richtig und wichtig, aber wenn man sich Zeit lässt, kann alles ein bisschen mehr kosten; das rechnet sich dann auch.

In diesem Sinne: Gebrauchen wir unser Hirn.


Ihre IAB-Redaktion

Steffis Modetreff schließt


Schade dass das Geschäft um Nicole Tatje aufgeben muss, die Kunden haben mit Ihren Füßen abgestimmt.

Nun kommt der Widerspruch, man möchte angeblich stadtnah in der Achimer City einkaufen, die Achimer und "umzu" nutzen es zu wenig.

Im Gegenteil, sie kaufen offensichtlich wonders ein und geben ihr Geld nicht in Achim aus.

Was möchte der Kunde wirklich? Schöne Geschäfte zum Anschauen, zum Bummeln, zur Beratung um dann woanders zu kaufen?

Dieses Verhalten wird sich irgendeinmal rächen, wenn es dann keine Markengeschäfte mit Beratung gibt liegt die Schuld nicht bei den Kaufleuten.

Dann haben wir die Situation wie in anderen Städten, der Einheitsbrei aus Telefonshops, Billigklamottenläden und irgendwann auch Hamburger statt Bücher in der Bibliothek.

Und die Politik? Sie sehen die Belebung der Innenstadt nur durch noch mehr Läden? Die Folge, der Kuchen wird bei stagnierender Bevölkerung immer Kleiner, eine Rendite ist nicht mehr zu erwirtschaften.

Quo vadis Achim!

Heinz-Dieter Breu

Unser Bürgerforum ist im Netz!

An alle Achimer Bürgerinnen und Bürger,

wir haben vor eingen Tagen dieses Bürgerforum ins Netz gestellt. Es liegt an Ihnen, es zu nutzen. Machen Sie sich als mündiger Bürger stark, nutzen Sie es.

Vor allen Dingen wollen wir auch Minderheiten, die nicht zu Wort kommen, eine Plattform geben.

Unser Einsatz für mehr Demokratie, Ihre Meinung, die Meinung der Bürger in den Rat, in die Verwaltung! Wie ist es heute? Die Politik sucht nicht mehr den Dialog mit Bürgern!

Zitat Manfred Güllner (Auszug): „Die Parteien haben eine Pervertierung der Kommunalpolitik herbeigeführt. Und jetzt beschimpfen sie die Bürger, dass sie nicht mehr teilnehmen. Das ist grotesk.“

Weiter heißt es: "Grundsätzlich seien die Bürger durchaus zu politischem Engagement bereit, dieses ist in der Realität aber wenig erwünscht, die Menschen würden aber abgeschreckt von den Ritualen der politischen Parteien, durch deren falsche Professionalisierung!"

Zeigen wir den Politikern, dass wir professioneller sind, dass wir wissen wo es lang geht. Und denken Sie daran, Einigkeit macht stark!

An alle Achimer, gestalten Sie die Zukunft für die nächste Generation, für unsere Jugendlichen, Kinder und Enkel.

Eine gute Zukunft und viel Spaß im Forum

Ihr

"Frontmann" Heinz-Dieter Breu

Achim im August 2011

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