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Achim ist noch längst nicht Athen - Quelle.: Manfredt Brodt

Achimer Kreisblatt - Redaktionsleitung

Die Verwaltungsspitze und der Rat der Stadt winken schon seit langem allzu sorglos vermeintlich populäre Projekte durch, ohne sich ausreichend Gedanken über die damit langfristig entstehenden Folgekosten zu machen.

Dabei sind die Baukosten für Schulen, Kindertagesstätten, Sporthallen oder Bibliotheken oft das billigste. Teuer wird es, sie Jahrzehnte zu betreiben, zu unterhalten und die Gehälter inklusive Pensionsansprüche des zusätzlichen Personals zu finanzieren. Wie bei einem Privathaushalt hilft es da auch nicht, die Schulden durch Ratenzahlung harmlos aussehen zu lassen oder durch privat-öffentliche Partnerschaften mit profitorientierten Firmen zu verstecken. Irgendwann erdrücken die Raten den Schuldner.

Die Stadt finanziert bis heute manches, weil sie von der EU Millionen erhält, die den Bezirk Lüneburg zum Notstandsgebiet erklärt hatte. Das ist bald vorbei.

Auch der konjunkturelle Aufschwung könnte bald in eine Rezession münden. Dann brechen dem ausgabefreudigen Achim die Einnahmen weg.

Für den neuen Rat wird Ausgabendisziplin statt Gefälligkeitspolitik das Gebot der Stunde sein müssen.

Aufgespießt Heinz-Dieter Breu

Quellenangabe: Mit freundlicher Genehmigung Achimer Kreisblatt - Redaktionsleitung - Manfred Brodt

Kommentare

hdbgieschen schrieb:

Anmerkung Redaktion IAB Heinz-Dieter Breu

Ich freue mich und gratuliere Herrn Brodt, dass diese Gedankengänge endlich aufgegriffen werden.

Es ist richtig, dass populäre Projekte initiiert werden ohne über den Unterhalt und die Folgekosten nach zu denken. Ein Kaufmann muss immer alle Kosten im Auge behalten, man sagt auch, "unter dem Strich rechnen."

Dazu wird der Haushalt (z.B. Parkdeck, die vollständige Aufzählung wäre eine Endlosschleife) unnötig belastet, wenn man öffentliche Gebäude nicht pflegt und instand hält. Dieses auch unter dem Gesichtspunkt, dass oft am falschen Ende gespart wird. Schon unserer Eltern bzw. Großeltern sagten, "Das ist zu billig, das können wir uns nicht leisten" (Siehe Rathaussanierung).

So fährt Achim seit Jahrenden einen Haushalt am "Schuldenlimit", zur Zeit von ca. 30 Millionen Euro. Kommen ungeplante Ausgaben (Klärbecken etc.) dann muss an Einrichtungen, die sehr wichtig sind (u.a. an Schulen, Turnhallen) gespart werden.

Außerdem sagten usnere Eltern bzw. Großeltern "Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not." Dieses haben unsere Politiker und Teile der Verwaltung wohl einfach ausgeblendet bzw. unterdrückt, frei nach dem Motto: "Augen zu und durch", es wird schon gut gehen.

Quo Vadis Achim
23.09.2011 20:52:26

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